Hans-Furler-Gymnasium Oberkirch

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"Das Thema finde ich wichtig"

Artikel vom: 14.03.2024


HFG-Schülerin Sophie Birk hat beim Leserabe-Wettbewerb in der Altersgruppe der 13- bis 15-Jahrigen den zweiten Preis gewonnen. Foto: Klaus-Peter Jäckel

„Das Thema finde ich wichtig“

Lesen und Malen ist ihr „Ding“. Dass Sophie Birk auch Talent fürs Schreiben hat, hat die HFG- Schülerin beim Leserabe-Schreibwettbewerb des Autorennetzwerks bewiesen.

Ihre Schule findet sie toll. Die Lehrer, der Unterricht, die hellen Räume – für Sophie Birk ist das Hans-Furler-Gymnasium in Oberkirch ein Wohlfühlort. Und Lernen ist ganz ihr „Ding“. Französisch und Latein mag sie besonders. Die „alten Texte“ haben es ihr angetan, die latein-deutsch übersetzt werden müssen. Nicht deren Aufbau, meint sie, doch sie verstehen zu können, sei toll. „Ich liebe Lesen“, sagt sie. „Ich lese alles.“ Eine Steilvorlage für die Frage, warum Sophie sich vergangenes Jahr am Leserabe-Schreibwettbewerb beteiligt hat, den das Autorennetzwerk Ortenau-Elsass seit zehn Jahren mit dem Förderverein der Mediathek als gemeinsames Kulturprojekt auslobt. „Ich habe das Plakat gelesen“, kommt prompt die Antwort. „Das Thema finde ich wichtig.“

Ironie im Namen

Das Thema für Sophies Altersgruppe lautete „Mobbing“. Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten entweder ein eigenes, selbständig verfasstes Gedicht oder einen Liedtext oder einen kurzen Prosatext dazu einreichen. Sophie sandte eine dramatische Episode ein. Darin geht es um Felix, der von vier älteren Schülern schikaniert wird und dem niemand hilft, weil selbst die Lehrer lieber wegschauen.

Es ist die kürzeste Geschichte des Wettbewerbs, aufgebaut aus Sätzen wie Schlaglichter, knapp, pointiert, bildhaft. Darin eingeschlossen die Ironie der Namensgebung für Felix, dessen Name aus dem Lateinischen kommt und „der Glückliche“ bedeutet, der an einem „wunderschönen“ Tag „glücklich aussieht“ und dennoch zum zutiefst unglücklichen Opfer in aussichtsloser Lage gemacht wird.

Mit Worten malen

Für die Jury aus erfahrenen Autorinnen und Autoren war es eine der besten, weil eindringlichsten Arbeiten zu diesem Thema des Wettbewerbs. Nahezu einstimmig wurde Sophie für ihr Werk mit dem zweiten Preis in ihrer Altersgruppe der 13bis 15-Jährigen ausgezeichnet. In der Kürze liegt bei dieser Geschichte tatsächlich die Würze.

Das Gespräch mit Sophie zeigt, dass ihr die präzise Formulierung liegt. Beobachtung zeigt sich in der Wortwahl, Genauigkeit in der Aussage, ein Abwägen des Ausdrucks; etwas, das in so jungen Jahren ungewöhnlich scheint. Erklärlich wird dies vielleicht durch Sophies liebstes Hobby, das Malen. Seit sie Kind war habe sie gemalt, sagt sie. „Das war schon immer so.“ Angefangen habe es mit Wachsstiften. Inzwischen malt sie unter Anleitung in der Kunst- und Musikschule Offenburg mit Acrylfarben und in Aquarell. Tiere und Landschaften sind ihre Lieblingsmotive. Die „freie Veränderung“ findet sie reizvoll, wenn die Farben verlaufen, sich der Kontrolle entziehen. Manche Menschen haben die Gabe, auch mit Worten Bilder zu malen.

Text: Von Karin Jäckel
Quelle: Acher-Rench-Zeitung vom 15. Februar 2024

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