Hans-Furler-Gymnasium Oberkirch

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Frau Dierle besucht Frau Dierle im Unterricht

Artikel vom: 07.06.2022


Frau Dierle besucht Frau Dierle im Unterricht

 

Physiker:innen: Eine vom Aussterben bedrohte Spezies, die sich meist montags zwischen 13:35 und 15:00 Uhr in Gruppen zusammen findet. Dabei behauptet sich das Alphatier immer wieder gegen Unruhen in der Gruppe.
Wenn Frau Dierle wieder verzweifelt versucht den Unterschied von „nü“ und „mü“ zu erklären, kommt es dann jedoch immer wieder zur allgemeinen Erheiterung. Wer bis hierhin noch kein Wort verstanden hat, muss sich eine Sorgen machen, denn außerhalb des Physik LKs am HFG sind die fachbezogenen Witze meist unverständlich. Darauf hingewiesen werden die Schüler:innen immer wieder, wenn Frau Dierle den Kontakt zu Menschen außerhalb der Physik-Bubble erahnt. So z.B., wenn sie für ihre montags Unterrichtsstunde, extra ihre Schwester, Julia Dierle, einlädt, um uns von ihrer Doktorarbeit über das DARWIN-Messgerät, welches ich (inkompetenter zukünftiger Physik- Student) mit Rücksicht auf die nicht Physiker:innen unter den Leser:innen später weiter ausführen werde, zu berichten.

So ein Montag war der 16. Mai 2022. Im Vorfeld hatte Frau Dierle, also nicht die Schwester, ihrem geliebten Physik-LK so nebenbei mal die Uni-Grundlagen zu der Doktorarbeit „eingeführt“ (Zitat, ihre Schwester), denn trotz des nicht unerheblichen Unterhaltungsfaktors im Kurs, ist der LK wahrscheinlich auch einer der leistungsstärksten am ganzen HFG. Dies liegt nicht zuletzt an dem unzähmbaren Engagement von Frau Dierle. Was manche Lehrer:innen in einem Schuljahr an Heftaufschrieb planen, steht bei ihr auf der Tagesordnung. Und wenn im LK nicht regelmäßige Pausen eingelegt würden, um zu lachen oder um sich über die Mitschüler:innen lustig zu machen (rot-grüne Grüße gehen hier an Patrick), würde sie diesen Plan wahrscheinlich auch einhalten. Aber damit nicht genug wird die ganze Familie Dierle in den Unterrichtsprozess mit einbezogen. Ihre Schwester wurde schon früher zu Rat gezogen, um nach diversen Klausuren zu beurteilen, ob die Aufgabenstellung überhaupt machbar war. Aber natürlich sind wir hier, um über den Vortrag zu reden. Ich würde natürlich gerne inhaltlich auf den, durchaus sehr interessanten, Vortrag eingehen, jedoch würden alleine die ersten 5 Minuten sämtliche Leser:innen hier wahrscheinlich komplett überfordern und manche würden sicherlich wieder anfangen zu hinterfragen, ob wir nicht doch in der Matrix leben. Ein Versuch wird jedoch nicht schaden.

 

In der Physik geht man grundsätzlich so an Problemstellungen, dass man Vorgängen, die man wiederholt feststellen kann, einen Namen gibt, sie in eine bunte Tabelle einträgt und so macht als hätte man komplett verstanden, was dieses Etwas macht. Anhand dieser Tabelleneinträge versucht man dann Vorhersagen zu machen, wie irgendwelche unvorstellbar komplizierten Messvorgänge ausgehen müssen. Wenn dann etwas anderes rauskommt, ändert man nicht etwa die Tabelleneinträge, sondern man erweitert die Tabelle und geht davon aus, dass man das Entscheidende einfach noch nicht gefunden hat. Und an der Suche an dem, in diesem Fall fehlenden, Teilchen war bzw. ist Frau Dierles Schwester beteiligt. Die Genauigkeit, auf die es ankommt, kann man sich ungefähr so vorstellen, dass man versucht ein Staubkorn in einem Haufen Kuchenkrümel mit einem Einhaarpinsel anzumalen während drei Fünfjährige durch den Raum rennen und einen mit Spielzeug abwerfen. Wobei das Staubkorn das Teilchen ist, das man nachweisen will. Die Kuchenkrümel sind alle anderen Teilchen, die auch durch die Gegend fliegen und die man irgendwie rausfiltern will. Der Einhaarpinsel ist das auf Genauigkeit geeichte Messinstrument. Und die Kinder mit den Spielzeugen sind Störfaktoren in der Umgebung, die man in der Messung auch irgendwie ausblenden muss. Alles Weitere sprengt jegliche Modellvorstellung, die man mit alltäglichen Dingen erklären kann. Eines ist jedoch sicher: Der gut verständliche Umgang mit physikalischem Inhalt ist ein Talent, das beide Schwestern teilen, denn die meisten im Kurs haben es zumindest ansatzweise verstanden.

 

Untermalt wurde der Vortrag noch mit reichlich Nervenfutter. Aus Traditionsgründen bringen des Öfteren Schüler Gebäck im Bereich zwischen „ungenießbar" und „tatsächlich essbar“ mit in den Unterricht. An besagtem Montag vielen diesmal zwei Schüler zusammen. Diese konnten jedoch nicht mit „Muttis-Spezial-Rezept“ mithalten, welches der Kurs in Form der Muffins von Frau Dierles Mutter genießen durfte. Wer sich nun vielleicht tatsächlich fragt, was auf dem beigefügten Bild passiert ist und nicht einfach akzeptiert, dass Physiker:innen so im Alltag unterwegs sind, der/dem hilft eventuell folgende Information weiter: Auf Grund der Zelebration des bald vollendeten Abiturs, bestrebte der Jahrgang in der Woche, in der besagter Montag lag, jeden Tag ein anderes Motto optisch darzustellen. An diesem Tag war es dann passenderweise der „Pyjamatag“.

 

Text: S. Kornmeier, Foto: red.

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