Hans-Furler-Gymnasium Oberkirch

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5 Kollegen gehen in Pension

Artikel vom: 30.07.2011


Von links nach rechts: Gerhard Jelinek, Helga Müller-Funk, Cornelia Hagen, Brigitte Döring und Klaus Schwab.
Von links nach rechts: Gerhard Jelinek, Helga Müller-Funk, Cornelia Hagen, Brigitte Döring und Klaus Schwab.

Die von der Mosel stammende Brigitte Döring gelangte nach Studienjahren in Mainz und Freiburg in die Ortenau, wo sie zunächst in Achern, dann am Schiller-Gymnasium Offenburg und schließlich seit 1994 am Hans-Furler-Gymnasium ihre Fächer Französisch und Geografie auf allen Stufen unterrichtete. Vor allem in Geografie führte sie mehrere Kurse und damit viele Schülergenerationen erfolgreich durch das Abitur. Ihre Liebe zur Sprache und zur Kultur Frankreichs und ihr großes Interesse an der schülernahen Vermittlung der Fächer zeigte sich besonders auch an ihrer Mitwirkung bei den Austauschprogrammen mit den Partnerschulen des HFG, dem Lycée Camille Claudel in Troyes und dem Collège Saint-Etienne in Strasbourg, als auch an den zahlreichen erdkundlichen Fachexkursionen, die sie organisierte - besonders in die Schweizer Alpen. Ihr Motto und auch ihre Freude am Beruf waren es, den jungen Menschen Weltwissen zu vermitteln und erfahren zu lassen.

Für Französisch und Erdkunde begeisterte sich auch Gerhard Jelinek, der diese Fächer neben Deutsch an den Universitäten Heidelberg, Dijon und Freiburg studierte. Seine erste Festanstellung war für über ein Jahrzehnt das Gymnasium Karlsbad, wo er außer seinen Hauptfächern Psychologie unterrichtete und für die Schüler Beratungslehrer war. Seine Liebe zu Frankreich führte ihn dann für 5 Jahre ans deutsch-französischen Gymnasium in Buc bei Versailles. Seit 1994 bereicherte er mit seiner fachlichen Kompetenz und seiner sehr einfühlsamen Art, mit den Menschen und ihren Problemen umzugehen, das HFG. Auch in Oberkirch war er bis zu seiner Pensionierung Beratungslehrer und setzte sich zudem ebenso wie an seinen früheren Schulen ganz bewusst für die Völkerverständigung und deutsch-französische Freundschaft ein. Er erwarb sich gerade beim Austausch mit dem Collège Saint-Etienne bleibende Verdienste. Ein großes Anliegen war ihm immer, die jungen Menschen nicht nur fachlich, sondern auch menschlich auf ihrem Weg zum erwachsenen Bürger zu begleiten und ihnen Respekt und Gerechtigkeit zu vermitteln, als Grundstock für eine glückendes Leben in der europäischen Gemeinschaft.

Aus Neuwied am Mittelrhein stammt Helga Müller-Funk. Sie studierte Englisch, Geographie und Latein in Gießen und Freiburg. In Lörrach und Waldkirch erhielt sie ihre ersten Stellen. Vor 20 Jahren kam sie ans HFG, wo sie den Schülern des Renchtals erfolgreich das notwendige Rüstzeug in Englisch und Geographie mitgab. Sie engagierte sich in beiden Fachschaften, davon mehr als zehn Jahre als Fachbetreuerin in Geographie, und auch konkret für die Schüler, indem sie an zahlreichen Skilandschulaufenthalten und deutsch-britischen Schülerbegegnungen teilnahm. Hier profitierten alle von ihrer Begeisterung fürs Reisen und den Kulturaustausch. Cornelia Hagen kehrte nach naturwissenschaftlichem Studium, Ausbildung und erste Lehrerjahre in Tauberbischofsheim zurück an die Schule, die sie selbst besucht hatte. Sie war einst Schülerin des Oberkircher Progymnasiums und dann für 30 Jahre bis zu ihrem Ruhestand Teil des Kollegiums am Hans-Furler-Gymnasium.

Cornelia Hagen zählte zu den beliebtesten Lehrkräften des HFG, was ganz sicher auch an ihrem großen pädagogischen Geschick lag. Kollegen wie Schüler kennen sie als schlagfertig und witzig, und stets engagiert in der Sache, was ihr schließlich auch das Vertrauen des Kollegiums brachte, das sie über viele Jahre zur Personalrätin wählte. Die Schüler schätzten sie nicht nur als Lehrerin für Biologie, sondern auch als Schulkrankenschwester und Helferin in der Not. Auch sie führte Generationen von Schülern kompetent und souverän durchs Abitur. Ihr Unterricht war stets vorbildlich. Kein Zufall, dass sie 1988 einen Preis für hervorragende Lehrtätigkeit erhielt.

Im Sommer 1974 betrat ein junger Studienassessor namens Klaus Schwab das Gymnasium Oberkirch, damals noch in der Schwarzwaldstraße gelegen. Es kam ein sportlich junger Lehrer mit südbadischem Flair, der mit seinem burschikosen Wesen sofort das Vertrauen der Schüler gewann. Nun, 37 Jahre später, verlässt Klaus Schwab, mittlerweile ein hochangesehener Oberstudienrat, die Schule, die jetzt Hans-Furler-Gymnasium heißt und in der Butschbacher Straße liegt. Es geht ein auch nach allen Dienstjahren weiterhin sportlicher und drahtiger Lehrer, bei Schülern, Eltern und Kollegen geschätzt und beliebt. Klaus Schwab war mehr als nur Mathematik- und Sportlehrer. Er engagierte sich auf vielen Feldern: Tennisturniere, Schachwettkämpfe, darstellende Geometrie, Schullandheimaufenthalte, Studienfahrten aller Art, denkwürdige Fasentauftritte und vieles mehr. Da Klaus Schwab in besonderer Weise das Vertrauen des Kollegiums genoss, war auch er über viele Jahre hinweg als Personalrat tätig, und betreute als Fachbetreuer sowohl die Fächer Mathematik als auch Sport.

Mit diesen fünf Kollegen, die alle viele Jahre bis hin zu Jahrzehnten das Hans-Furler-Gymnasium mitgeprägt haben, gehen erfahrene Pädagogen, kompetente Fachleute, begeisterungsfähige Menschen, die für Schüler mehr waren als nur Wissensvermittler, sie waren ihnen auch Wegbegleiter und Helfer. Für das Kollegium waren sie wichtige und beliebte Ansprechpartner und verlässliche Freunde. Schulleiter Thomas Steiner dankte im Rahmen der Schlussfeier des Schuljahres 2010/11 den Kollegen für ihre Treue zur Schule und ihr äußerst wertvolles Schaffen. Dem Dank schlossen sich Elternvertretung und SMV an. Die Schülerschaft würdigte das Engagement der Lehrer mit lang anhaltendem Applaus. Kollegium und Personalrat ehrten die fünf scheidenden Kollegen durch Reden, Gedichte und manch heitere Einlage im Rahmen einer Personalfeier im Wiegerthof in Wolfhag. An der Feier nahmen viele ehemalige Lehrkräfte und Weggefährten der Neuruheständler teil. Die Schulfamilie des HFG wünscht ihnen für den neuen, unterrichtsfreien Lebensabschnitt alles Gute.“ (Text: Bettina Hodapp; Foto: Dübbers)

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