Kolpingmobil

Was bewegt Menschen zur Flucht? Wie gelingt gesellschaftliche Teilhabe? Mit diesen Fragen beschäftigten sich Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 9 und 12 des HFG in Workshops mit Kolping und dem KOLPING-Netzwerk für Geflüchtete. Interaktive Übungen und Diskussionen eröffneten neue Perspektiven auf Flucht, Migration und Chancengleichheit. Dabei hinterfragten die Jugendlichen eigene Vorurteile, erkannten gesellschaftliche Barrieren und entwickelten Ideen für solidarisches Handeln im Alltag – ein Beitrag zu mehr Verständnis und einem respektvollen Miteinander.

11 / 2026

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Flucht, Migration und gesellschaftliche Teilhabe – Schülerinnen und Schüler des HFG setzen sich mit aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen auseinander

Am Donnerstag vor den Herbstferien setzte unsere Schule gemeinsam mit Kolping und dem KOLPING-Netzwerk für Geflüchtete ein wichtiges Zeichen für Offenheit, Solidarität und gesellschaftliches Miteinander. Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 9 und 12 beschäftigten sich im Rahmen verschiedener Workshops intensiv mit den Themen Flucht, Migration, Integration und gesellschaftliche Teilhabe. Die Workshops möchten dazu beitragen, Wissen zu vermitteln, Vorurteile abzubauen und neue Perspektiven auf die Lebensrealitäten geflüchteter Menschen zu eröffnen. Flucht verstehen – Hintergründe kennenlernen. Für die 9. Klassen standen Workshops zum Thema „Flucht“ auf dem Programm. Dabei ging es um Fluchtursachen, Migration sowie Fragen der Integration und Inklusion. Die Jugendlichen erhielten außerdem Einblicke in die Herausforderungen eines Asylverfahrens – von der Aufenthaltsberechtigung über die Unterbringung bis hin zu einer möglichen Abschiebung. Besonders eindrucksvoll war eine interaktive Übung, bei der die Welt mithilfe von Spielfiguren nach Fläche, Bevölkerungszahl und der Verteilung von Geflüchteten dargestellt wurde. Dabei wurde deutlich, wie ungleich Fluchtbewegungen weltweit verteilt sind. „Ich war erstaunt, wie viele Menschen jährlich flüchten und wie sich das in den letzten Jahren entwickelt hat“, berichtete eine Schülerin.

Durch weitere Diskussions- und Positionierungsübungen hinterfragten die Jugendlichen ihre eigenen Einstellungen und Vorurteile. Gesellschaftliche Teilhabe – Vielfalt als Chance begreifen. Die Jahrgangsstufe 2 beschäftigte sich mit dem Themenschwerpunkt „Gesellschaftliche Teilhabe“. Im Mittelpunkt standen Fragen des Zusammenlebens in einer vielfältigen Gesellschaft, der Chancengleichheit und der Integration. Dabei ging es auch darum, gesellschaftliche Barrieren und eigene Handlungsmöglichkeiten zu erkennen sowie solidarisches Handeln im Alltag zu stärken. Ein weiterer wichtiger Aspekt war die Reflexion eigener Privilegien und Handlungsmöglichkeiten. Die Jugendlichen wurden dazu angeregt, ihre eigene Position in der Gesellschaft zu hinterfragen und darüber nachzudenken, wie solidarisches Handeln im Alltag aussehen kann. Das Konzept des sogenannten „Allyship“ – also bewusst an der Seite anderer Menschen zu stehen und sie zu unterstützen – eröffnete dabei weitere Perspektiven auf ein respektvolles und gerechtes Miteinander. Ein wichtiger Beitrag zur politischen Bildung Die Workshops ermöglichten den Schülerinnen und Schülern, neue Perspektiven kennenzulernen und sich kritisch mit aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen auseinanderzusetzen. Sie leisteten damit einen wichtigen Beitrag zur politischen Bildung und förderten Empathie, Verständnis und ein respektvolles Miteinander.

Text/Fotos: N. Dold

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